Chatseelsorge
Unser Hauptangebot: ein direkter, anonymer Chat. Du brauchst keine Anmeldung, keine E-Mail-Adresse und keinen Klarnamen. Du wählst einen Spitznamen und schreibst einfach mit dem Seelsorger, der heute Dienst hat.
Die Chatseelsorge eignet sich besonders, wenn du jetzt jemanden brauchst — bei Sorgen, die dich gerade quälen, bei Fragen, die in dir kreisen, bei Momenten der Einsamkeit am Abend. Du musst nichts mitbringen ausser deiner Bereitschaft zu schreiben.
In den Chat →Mailseelsorge
Manchmal ist es einfacher, etwas aufzuschreiben statt es im Moment zu teilen. Wenn du dir Zeit nehmen willst, deine Gedanken zu sortieren, schreib uns eine Mail. Wir antworten persönlich, in der Regel innerhalb weniger Tage.
Schreib uns an: info@kirche2020.de
Wie ein Gespräch ablaufen kann
Wenn du das erste Mal in den Chat kommst, weißt du vielleicht nicht, wie du anfangen sollst. Das ist normal. Du musst auch nicht. Du kannst einfach „Hallo“ schreiben und schauen, was passiert. Der Seelsorger wird sich melden, dich begrüßen und behutsam fragen, was dich zu uns geführt hat.
Manche Menschen kommen mit einer ganz konkreten Frage. Andere wollen einfach erzählen. Wieder andere wissen selbst nicht so genau, was sie brauchen — und entdecken es erst im Schreiben. Alle drei Wege sind richtig. Es gibt kein Drehbuch und keine richtige Reihenfolge.
Wenn ein Gespräch endet, endet es. Es gibt keine Verpflichtung, beim nächsten Mal weiterzumachen. Du musst nichts vereinbaren, nichts unterschreiben, nichts erinnern. Du kannst, wenn du möchtest. Manche Menschen kommen einmal und nie wieder — das ist gut. Andere schauen monatelang regelmäßig vorbei — auch das ist gut.
Was wir nicht ersetzen
Wir sind keine Alternative zur Psychotherapie. Wenn du mit Depressionen, Angststörungen, Trauma oder Suchterkrankungen lebst, brauchst du fachliche Begleitung — und wir können dich darin nicht ersetzen. Aber wir können daneben dasein. Viele Menschen, die in Therapie sind, schätzen den Chat als zusätzlichen Ort, an dem sie zwischen den Sitzungen sortieren können.
Wir sind auch kein Ersatz für menschliche Nähe vor Ort. Wenn du einsam bist, kann der Chat helfen — aber bitte such auch reale Begegnungen. Eine Pfarrgemeinde, ein Verein, ein Stammtisch, eine Selbsthilfegruppe. Wir sind ein Anfang, kein Endpunkt.
Was du mitbringen darfst
Alles. Wirklich alles. Trauer um einen verstorbenen Menschen. Wut auf Gott, wenn dir gerade nach Wut ist. Zweifel an allem, woran du mal geglaubt hast. Sehnsucht nach mehr. Schuld, die du nicht abladen kannst. Eine Frage, die dir keine Ruhe lässt. Einen schönen Moment, den du teilen willst. Eine Krankheit, die dich beschäftigt. Einen Streit, der dich nicht loslässt.
Du brauchst kein „richtiges“ Anliegen, um in den Chat zu kommen. Du brauchst nur den Mut für den ersten Satz.